Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie

Passend zum Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie hat der Französische Verfassungsrat die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben genehmigt. Danke Frankreich, danke dass ihr der Merkel-Regierung zeigt dass es möglich ist die Ehe auch für Homosexuelle zu ermöglichen. Besonders an einem Symbolischen Tag wie diesem. Während in Frankreich eine kleine radikale Gruppe, angestachelt durch die Kirchen, durch Einsatz von Gewalt gegen die Gleichstellung protestiert fordert die Mehrheit der Franzosen ein Ende dieser Proteste und gleiche Rechte für Homosexuelle.

In Italien wurde eine Homophobe Staatsekretärin wegen ihrer Äußerungen versetzt, während ein Herr Geiß und Frau Erika Steinbach als auch Frau Katherina Reiche ohne Konsequenzen gegen Homosexuelle wettern dürfen. Das Merkel-Regime dagegen lässt sich lieber vom BVerfG gängeln. Erst jetzt wurde der Merkel wieder ein Ultimatum vom BVerfG für mehr Rechte für die sogenannte Homo-Ehe gestellt. Ein Urteil dessen Umsetzung lange Überfällig, wurde vom BVerfG eingefordert. Währenddessen wir in immer mehr Ländern, von denen man es am wenigsten erwarten würde, die Ehe auch für Homosexuelle geöffnet. Nur solange die Merkel das Zepter in der Hand hat und sich als Herrscherin über Deutschland aufspielt wird sich in diesem Staat nur auf Drängen des BVerfG etwas ändern, um dann von Personen wie Herrn Geiß oder Herrn Seehofer gemaßregelt zu werden.

In Russland unterdessen wird “Propaganda” für Homosexuelle verboten, Frau Merkel protestiert ziemlich leise. Ich nenne das pure Lippenbekenntnisse. Vom Grund her ist sie mit Putin ein Arsch und ein Eimer. Echter Protest sieht anders aus. Die Tage wurde in Russland ein schwuler Mann brutal ermordet, die Frage ist nur wann Putin die Mörder begnadigt, fördert er doch mit seiner Politik diesen schwulen Hass. Putin ist ein faschistoides Arschloch und bis aufs Tagesgeschäft sollte die Merkel jegliche Beziehungen z Russland abbrechen, aber sie sucht noch die Nähe. Mir kommt das Kotzen.

Der Berliner CSD wir dafür öffentlich gerügt, weil er einen Wagen der CDU nicht zulassen will. Aus welchem Grund will die CDU mit einem Wagen auf dem CSD vertreten sein? Weil sie besonders Homofreundlich ist, weil sie für Gleichberechtigung und gegen die Diskriminierung von Homosexuellen ist? Wenn es nicht so traurig wär, müsste ich laut los lachen. CDU und Rechte für Homosexuelle sind zwei Paar Schuhe. Auf der einen Seite gegen Homosexuelle wettern und dann auf dem CSD wofür eintreten, das ist hier die Frage. Für das Recht Homosexuelle zu verunglimpfen? Dann gibt es tatsächlich einige Schwuppen die sich darüber aufregen, dass die CDU nicht auf dem Berliner CSD vertreten sein soll. Anders auf dem Kölner CSD wo die CDU trotz ihres Homophoben Gehabes vertreten sein, jetzt will auch noch die Rechtsreaktionäre Gruppe “Pro Köln” dabei sein. Ist wohl Chic bei einem CSD vertreten zu sein. Mit Homosexuellen nichts am Hut haben wollen, aber auf schwul-lesbischen Veranstaltungen vertreten sein wollen, in der Hoffnung sich auch deren Stimmen sichern zu können? Wirklich dabei sind solche Gruppen eben nicht. Fragt sich nur wann die NPD dabei sein will! CSD ist eben auch für Gruppierungen interessant die sonst nicht von “Homos” wissen wollen.

Bleibt noch die FDP als mit verantwortliche an dieser Regierung. Auf ihrem Parteitag schreiben sie zum wiederholten Mal die Gleichstellung von homosexuellen in ihr Wahlprogramm um dann bei nächster Gelegenheit dagegen zu stimmen. Ein verlogener Haufen der es nicht würdig ist auf der politischen Bühne vertreten zu sein. Ihrer Klientel nach dem Maul reden, und wenn genügend Spenden rüber springt auch mal versuchen etwas durch zu setzen starten, wie z.B. die Hotelsteuer, aber ansonsten alle Versprechen schneller vergessen zu haben als sie gedruckt sind. Für deren Wahlprogram ist das Papier zu schade auf dem es gedruckt ist. Ihr vorzeige schwuler Außenminister gibt sich auch alle Mühe im Mainstream mit der CDU zu bleiben. Schwule, die schwulenfeindliche Politik unterstützen, braucht das Land nicht.

Nochmals meinen Dank an Frankreich für diese Zeichen an diesem Tag!

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Zensur bei Gayromeo?

Ein Freund aus dem Forum für HIV-Betroffene in dem ich selber recht aktiv bin berichtet am 1. Mai das Gayromeo seinen Account “hivinhessen” gesperrt hat. Dies geschah mit der der Begründung es handele sich um unlautere Werbung weil er einen Link auf das HIV-Forum lihving.com in seinem Profil hat.

Ist das die Solidarität die Gayromeo mit HIV-Positiven hat?

Bin ich als HIV-Positiver bei Gayromeo wirklich willkommen?

Als lapidare Antwort auf seine Rückfrage erhielt er folgende Zeilen:
“profile, die nicht den user selbst darstellen oder nichts weiter sind als eine anzeige (Jobangebote, Jobgesuche, Dienstleistungen, bed and breakfast, Veranstaltungshinweise, politische Pamphlete usw.) sind nicht erlaubt. ein profil muss immer schwerpunktmäßig den Inhaber (als privatperson) präsentieren und privat genutzt werden. wenn wir z.b. das Gefühl haben, ein profil wurde nur zu dem Zweck erstellt, etwas zu bewerben, lehnen wir es ab. auch profile von Kunstfiguren, tieren, verstorbenen oder VIPs sind nicht erlaubt.

Sollte dein Profil in 10 Tagen noch deaktiviert sein, wird es automatisch gelöscht.

Bitte verstehe, dass wir keine weiteren Erklärungen in dieser angelegenheit abgeben können.

Liebe Grüße,

Dein PlanetRomeo Team”

Auf ein Protestschreiben, gleich nach bekanntwerden, erhielt ich keine Antwort von Gayromeo. Haben die wohl nicht nötig. Meine Konsequenz die ich daraus gezogen habe: Mich gibt es bei GR nicht mehr.

Klar verstehe ich es GR ist kein Job-Center und keine Wohnungsvermittlung nur sollten die Macher bei GR HIV nicht vergessen. Ein Forum für HIV-Betroffene hat weder Finanzielle Interessen noch werden politische Interessen vertreten. Wenn ich bedenke das 10-12 % der Schwulen von HIV direkt betroffen sind erwarte ich von GR mehr. Es geht um die Gesundheit der Leute die bei Gayromeo Kunde sind.

Ich empfinde es als Diskriminierung seitens Gayromeo und kann auch gut ohne Gayromeo leben, es gibt genügend andere Portale über die man als schwuler Mann die Liebe fürs Leben oder auch nur für eine Nacht kennen lernen kann dafür braucht es kein Gayromeo. Ich empfinde es als Diskriminierung, besonders in Hinblick darauf, das GR es nicht einmal für nötig erfand auf meinen Protest zu antworten. Man war wohl Froh auf diese Weise wieder einen Positiven weniger zu haben. Auch wenn ich etwas polemisiere, aber auch heute noch geht gerade unter Schwulen HIV noch immer jeden an, nicht nur die direkt Betroffenen.

 

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HIV-Emanzipation – Eigenverantwortung

“Ich bin uneinsichtig. Ich will nicht einsehen, dass die von mir mitgestaltete Gesellschaft nicht fähig ist, ihre Angst vor Menschen mit HIV und Menschen mit AIDS zu überwinden.” Diese Worte sagte Karl-Georg Cruse im Juli 1988 auf einem Aktionstag der Deutschen Aids-Hilfe.

Ich möchte das aus heutiger Sicht ergänzen: >Ich sehe nicht ein, warum HIV-Positive die alleinige Verantwortung beim Sex tragen sollen.< Warum sind die Negativen der Ansicht sie trügen keine Verantwortung wenn es um den eigenen Schutz geht. Hat die Präventionspolitik versagt? Ich sehe es nicht ein als HIV-Positiver immer an den Schutz anderer denken zu sollen. Ich bin kein Barebacker, aber ich will mich auch mal einfach fallenlassen dürfen wenn es um Sex geht und nicht immer nur daran denken jemand anderen schützen zu sollen. Dank der Virenlastmethode ist das auch machbar ohne seinen Partner der Gefahr einer Infektion auszusetzen.

Ich bin nicht einverstanden mit einer Politik, die die Verantwortung heute allein den HIV-Positiven aufbürden will. Ich bin gegen eine Rechtsprechung die die Eigenverantwortung die Rita Süßmuth vertreten hat nicht auch in letzter Konsequenz anerkennt. Ich habe etwas gegen Ermittler, Anwälte und Richter denen gar nicht mehr so neue Erkenntnisse wie die Virenlastmethode egal ist. Ich bin wütend auf alle Ignoranten die HIV nicht als das sehen was es ist, eine chronische Krankheit wie z.B. Diabetes. HIV hat auch heute noch viel mit Sex zu tun, aber nicht mit dem miteinander, nichts mit Arbeit und anderen zwischenmenschlichen Beziehungen. Wen interessiert es ob ein Bäcker oder Koch Diabetes hat? Mit HIV ist er kein größeres Risiko für seine Kunden als hätte er ein Herzproblem.

Ich will nicht von der Boulevardpresse als Virenschleuder bezeichnet werden, das bin ich nicht, das ist auch kein anderer HIV-Positiver. Als HIV-Positiver bin ich kein Täter, als Opfer will mich aber auch nicht bezeichnen. Ich habe HIV weil ich irgendwann einmal mit jemanden Sex hatte der – ob er es wusste oder nicht – Positiv war und ich nicht auf Safer Sex bestanden habe, weil die Geilheit gesiegt hat.

Ich sehe es nicht ein, dass auch heute noch 25 Jahre nach der Aussage von Karl-Georg Cruse, so viele Menschen noch immer Angst vor Menschen mit HIV und AIDS haben. Ich sehe nicht ein warum, gerade auch im Medizinischen Bereich Menschen mit HIV, diskriminiert werden. Man sollte annehmen, dass Mediziner besser informiert sein sollten, aber das Gegenteil ist oftmals der Fall. Wie die die Befragung der “Positiven Stimmen zeigen wurden jedem fünften Positiven eine ärztliche Behandlung verweigert. Leute die HIV-Positive als verantwortungslos bezeichnen, weil sie selber nicht auf ihre Gesundheit achten wollen, machen mich wütend.

Ich habe kein Verständnis für Personen, Firmen, Chefs, Institutionen etc. die andere Menschen egal warum Diskriminieren.

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Die Stigmatisierung von Menschen mit HIV

Menschen machen Unterschiede, das ist ganz natürlich. Wir unterscheiden Menschen zwischen dick und dünn, groß oder klein, jung und alt, hellhäutig oder nach anderen Hautfarben, nach Haarfarben und sonstigen Eigenschaften. Das dient dem Erkennen und ist soweit noch nicht verwerflich. Kritisch wird es erst dann, wenn diese Unterscheidungsmerkmale benutz werden um sich von einer Person oder Gruppe zu distanzieren. Hierum geht es auch bei Menschen mit HIV. Hier fängt Stigmatisierung an.

Dabei sind verschiedene Formen der Stigmatisierung zu unterscheiden.

  • Die Stigmatisierung von außen. Andere grenzen sich ab, reagieren abweisend, diskriminierend oder gar aggressiv.
  • Die erlebte Stigmatisierung meint wie jeder einzelne seine Stigmatisierung erlebt
  • Die Verinnerlichte Stigmatisierung, wenn man anfängt sich selber minderwertig zu fühlen weil man z.B. HIV hat.

Der Weg in die Stigmatisierung sieht wie folgt aus:

  • Unterscheidungskriterien werden gefunden
    • Negative Eigenschaften werden hervorgehoben
    • Eine Trennung findet statt
    • Es kommt zu Diskriminierung Statusverlust
  • Der Zeitpunkt ist individuell, z.B. bei Geburt oder nach einem Outing
  • Es kommt zu einer Schrittweisen Auseinandersetzung
  • Eigene Vorurteile oder auch gesellschaftliche Vorurteile werden übernommen
  • Dabei wirkt das soziale Umfeld (Familie, Freunde, Kollegen etc.) verstärkend oder abschwächend.

 

Es gibt Multiple- und Überlagerndestigmatisierung, damit ist gemein: Mehrfachestigmatisierung ist wenn jemand z.B. wegen seiner Hautfarbe und wegen einer Krankheit Stigmatisiert wird. Überlagernd ist Stigmatisierung wenn jemand weil er schwul ist und HIV hat stigmatisiert wird

Stigmatisierung schreckt Menschen davon ab so zu sein oder das zu sein was sie sind. Am Beispiel HIV bedeutet dies z.B. von Arbeitskollegen gemieden oder gemobt zu werden, von Ärzten nicht behandelt zu werden und das auch so zu erleben oder auch von Sexpartnern abgewiesen zu werden. Verinnerlicht wird diese Stigmatisierung wenn sich ein HIV-Positiver nicht mehr traut z.B. zum Zahnarzt zu gehen, sich versteckt und seine Medikamente heimlich nimmt, oder auch auf Sex mit anderen verzichtet. Wenn er anfängt sich schuldig zu fühlen weil er HIV hat oder gar sich selber isoliert. Verinnerlichtet Stigmatisierung hat einen negativen Einfluss auf das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Die Strafrechtliche Zuordnung einer HIV-Übertragung wird als staatliche Stigmatisierung begriffen

Die verinnerlichte selbst Stigmatisierung muss gebrochen werden, am besten ist es sie erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das bedeutet, wenn ich einen positiven der gerade sein Testergebnis bekommen hat abfange und ihm vorlebe dass sein Leben nicht zu Ende sein muss, das er fast normal weiter leben kann wird ihm das eine große Hilfe sein. Aber auch eine Unterstützung z.B. bei der Suche nach einem Schwerpunktarzt gehört dazu.

Dies war das Thema einer Themenwerkstatt in der Deutschen Aids-Hilfe an diesem Wochenende. Wir haben eine Möglichkeit gesucht eine Professionelle Unterstützung zu schaffen, in dem wir ein Boddyprojekt installieren wollen, eine Art großen Bruder, der Betroffene zu dem Zeitpunkt abfängt wenn er seinen HIV-Test bekommt. Es ging darum, was muss eine Solche Person mitbringen, was soll er_sie tun, welche Qualifikationen sind notwendig? Kann jeder der bereits länger infiziert ist diesen Part übernehmen? Auch wenn der Zeitplan sehr gestrafft war wurde darüber teilweise sehr heftig Diskutiert. In dem Themenschwerpunkt stand auch die Kriminalisierung von Menschen mit HIV, dies ist aber nicht näher besprochen worden. Dennoch haben wir nun eine Arbeitsgrundlage für die nächsten Monate in der jeder einzelne aus der Gruppe seinen Schwerpunkt als Aufgabe hat. Wir wollen ein Pilotprojekt installieren, das erforscht wie und wo ein solcher Boddy am wirkungsvollsten eingesetzt werden kann. Wo kann man Betroffene am besten abfangen um ihnen zu helfen?

Meine Aufgabe ist die Recherche nach anderen Bodyprjekten.

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Diskriminierungsschutz für chronisch Kranke

Wie die Deutsche Aids Hilfe am 12.4. mittelte hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag (11.4.2013) in einem Urteil festgestellt, dass chronisch Kranke, dazu gehören auch HIV-Positive, eines Diskriminierungschutzes bedürfen und die Bundesregierung dazu aufgefordert dies im AGG (Antidiskriminierungsgesetz) entsprechen zu berücksichtigen. Eine neue schlappe für die schwarz-gelbe Koalition. Ein Erfolg für alle chronisch Kranken.

Der Fall Sebastian F., der entlassen wurde weil er HIV-Positiv ist, ist mit diesem Urteil eindeutig diskriminierend, was deutsch Arbeitsgerichte nicht anerkennen wollten. Auch die Regierung sah keine Notwendigkeit chronisch Kranke besonders zu schützen. Das sie hierin falsch liegen, hat ihnen nun der EuGH bescheinigt. Die DAH hat die Regierung immer wieder auf diesen Missstand hingewiesen und die Regierung dazu aufgefordert chronisch Kranke ins AGG aufzunehmen. Wie viel schlappen braucht es noch damit diese Regierung merkt, dass sie mit ihrer diskriminierenden Politik nicht weiter kommt. Als nächstes wird sie wieder einmal vom BVerfG einen entsprechenden Bescheid bekommen. Es ist gut zu wissen, dass wenigstens die oberen Gerichte diese Regierung immer wieder in die Schranken weisen. Das Homosexuelle und chronisch Kranke nicht ganz der Willkür dieser Regierung ausgeliefert sind.

Fragt sich nur, wann der Merkel-Clan sich geneigt fühlt die Urteile in entsprechende Gesetzgebung umzusetzen. Beim Adoptionsrecht wollen sie sich ja Zeit lassen, beim zu erwartenden Urteil zum Steuerrecht werden sie die Umsetzung auch hinaus schieben. Dass diese Regierung komplett an den Realitäten vorbeilebt hat diese Truppe bis heute nicht verstanden.

Das Urteil ist ein erster Schritt für den normalen Umgang mit HIV-Positiven. HIV-Positive werden aber nicht nur gesellschaftlich diskriminiert. Auch im Strafrecht findet eine Diskriminierung satt, Versicherungen verweigern in vielen Fällen HIV-Positiven einen entsprechenden Schutz oder stellen sie durch überhöhte Prämien wesentlich schlechter.

 

http://aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/eugh-urteil-bundesregierung-muss-diskriminierungsschutz-fuer-chronisch-kranke-si

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HIV Heimtest

In Frankreich, s o die Meldungen der letzten Wochen, plant man HIV-Heimtests zuzulassen.

Darüber entstanden z.T. interessante Debatten. Über das Testverhalten früher wie heute, über Sinn und Unsinn eines Heim-Testes. In wie fern eignet sich eim Himetest zur HIV Prävention, wo sind die Gefahren und Chancen?

Bereits in den Anfängen von Aids war es Frau Süßmuth die verstärkt auf die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen gesetzt hat. Aids/HIV galt damals noch als Todesurteil. Frau Süßmuth konnte sich gegen die Stimmen jener durchsetzen die wie Herr Peter Gauweiler HIV Positive kasernieren wollten. Die Eigenverantwortung war ein wichtiger Baustein in der HIV-Prävention. Heute gerät sie immer mehr in Vergessenheit. Man schiebt die Verantwortung viel lieber auf andere ab und verläßt sich darauf “der Andere wird mir schon sagen wenn er positiv ist!” Das ist oft ein gewaltiger Fehler. Da viele von ihrer Infektion nicht wissen und andere sich aus Angst vor Abweisung nicht trauen einen potentiellen Partner über ihren Status zu informieren.

Jetzt kommt der Heimtest, der in Frankreich zugelassen werden soll, in Deutschland ist er es nicht. Mit diesem Heimtest so glauben manche wird alles ganz super. Man hat jemanden für eine Nacht klar gemacht, geht nachhause und macht mit seinem Wunschpartner für die Nacht erst einmal einen Heimtest. Klingt doch prima. In der heimischen Küche mit dem Aufriss schnell einen Test machen und wenn dann beide negativ sind kann man ja ohne Gummi ficken.

Nur so ein Test hat Tücken. Dabei wird immer wieder über sehen, das so ein Test erst einige Wochen nach einer Infektion anschlägt und genau in diesem Zeitraum ist das Übertragungsrisiko sehr hoch. Auch ist es möglich, dass bei falscher Anwendung das Ergebnis fälschlich Negativ ist.

Ein anderes Szenario ist: Einer von beide hat unerwartet ein positives Testergebniss. Wie reagiert er darauf und wie der andere? Ein positiver HIV-Test kann einen schon ganz gewaltig aus der Bahn werfen, man braucht psychischen Beistand, jemand mit dem man darüber reden kann. Ist ein Fickpartner dazu in der Lage das zu bieten? Und wie reagiert der mit einem Negativen Test? Kann er damit richtig umgehen wenn sein Partner für die Nacht plötzlich einen Zusammenbruch kriegt oder ist er viel eher dazu geneigt seinen potentiellen Partner in Panik vor die Tür zu setzen.

Dabei ist zu beachten dass ein HIV-Test immer freiwillig sein muss. Bei einem Heimtest in der abends mit einem one night stand in der Wohnung kann daraus schnell eine Art Zwang entstehen: “Wenn du dich nicht Testen willst, wird es eben nichts mit dem Fick!”

Ich sehe aber durchaus auch einen Vorteil. Ein Heimtest, wenn man ihn allein durchführt ist auf jeden Fall anonym. Niemand außer demjenigen der sich testet weiß non dem Ergebnis, kein Labor, kein Berater oder Arzt. Wenn das Ergebnis negativ ist prima, aber was ist wenn es positiv ist? Die Anbieter bieten nach eigenen Aussagen wohl eine Telefon- oder Online-Beratung aber reicht das im Zweifelsfall aus? Jeder der einen solchen Heimtest machen will sollte sich vorher fragen: “Wie gehe ich mit einem möglichen positiven Test um?”

Für den Sex zwischendurch taugt er nicht!

Links zu diesem Beitrag

http://www.2mecs.de/wp/?p=9372

http://alivenkickn.wordpress.com/2013/04/10/hiv-selbsttest-wieviel-selbstbewustsein-und-eigenverantwortung-darf-s-denn-sein/

http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/hiv-test-fuer-den-hausgebrauch

 

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Homosexuelle Partnerschaften, Gleichbehandlung und Kinder?

Wenn es nach den ewig Gestrigen der CDU/CSU geht dürfte es keine Kinder in homosexuellen Partnerschaften geben. Noch immer ist für den Religiösen Fanatiker Norbert Geis (CSU) eine Familie einzig auf Mama, Papa, Kind begrenz. Unterschwellig wird homosexuellen Paaren unterstellt sich an den Kindern nur vergehen zu wollen, oder die Kinder zu homosexuellen Leben zu erziehen. Dass das großer Unsinn ist sollte jedem vernünftig denkendem Menschen klar sein. Ein schwules Paar was ein Mädchen groß zieht wird kaum Interesse daran haben sich an dem Kind zu vergehen an einem Jungen ebenso wenig. Umgekehrt gilt das für ein lesbisches Paar natürlich ebenso. Dass ein Mensch sein Sexualverhalten nicht nach dem vorgelebten Sexleben der Eltern richtet zeigt das es in einer Heterowelt immer wieder homosexuelle Kinder gibt.

Die altgestrigen der CDU/CSU suchen also nur einen Vorwand, eine Ausrede Diskriminierend zu sein. Einiger Untersuchungen haben bewiesen, dass Kinder in homosexuellen Partnerschaften fast immer besser aufwachsen als in sogenannten normalen Ehen. in Kind was in eine Heterobeziehung geboren wird ist nicht immer ein Wunschkind.

  • Es gibt viele Heteropaare die nur wegen eines Kindes zusammen sind. Von Liebe keine Spur und wie will man dann Liebe an ein Kind vermitteln
  • Die meisten Missbrauchs- und Misshandlungsfälle gibt es nachweislich in hetero Familien.

Dann stellen sich CDU/CSU Politiker_innen wie Katharina Reiche oder Horst Seehofer hin, gegen jegliche Mehrheit in der Bevölkerung, und predigen wie schlecht eine homosexuelle Partnerschaft für ein Kind sei und das Ehe einzig zwischen Mann und Frau bestehe und durch das Grundgesetz so geschützt sein. Man lese das GG nur richtig. Das GG schützt die Ehe und Familie besonders aber nirgends ist zu lesen dass eine Ehe ausschließlich aus Mann und Frau besteht. Diese Personen wollen diffamieren und nehmen es bewusst in Kauf gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz im GG zu verstoßen. Dies allein reicht ihnen nicht aus. Nein sie verurteilen die Verfassungsrichter deren einzige Aufgabe es ist die Gesetze neutral auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen. Bisher waren alle Gesetze die homosexuelle Partnerschaften schlechter stellt als heterosexuelle nach Ansicht Deutschlands höchster Richter nicht mit dem GG vereinbar. Dies nur neben bei.

Kinder werden von der CDU/CSU jedoch gerne vorgeschoben ob nun Adoption, Steuer-, Erb-, Steuer- oder Mietrecht. Jegliche Diskriminierung Homosexueller Lebensweisen ist nur zum Wohl des Kindes. Für wie bekloppt hält die Regierung die Bevölkerung und die Verfassungsrichter? Wie borniert muss man sein, sich den Realitäten der modernen Welt nicht anpassen zu wollen? Was wollen diese Herrschaften wirklich, wie Herr Seehofer von seinem eigenen Lebenswandel ablenken? Ich will ja niemanden verurteilen weil er mit mehr als einer Frau Kinder hat, nur sollte man dann nicht das Maul nach bürgerlicher Moral aufreißen.

Es geht mir nicht nur um Kinder, ich selbst bin wohl zu alt um noch ein Kind zu adoptieren, auch wenn ich es mir durchaus zutrauen würde ein Kind liebevoll zu erziehen und ihm menschliche Werte und Wissen zu vermitteln. Es geht um einiges mehr als da recht Homosexueller Kinder adoptieren zu dürfen. Es geht um Menschenrechte, Menschenwürde als Homosexueller genauso behandelt zu werden wie ein sogenannter Normaler auch. Wenn Frau Merkel und Herr Seehofer nebst den anderen ewig Gestrigen das nicht verstehen ist es Zeit bei der nächsten Wahl das Kreuzchen entsprechend zu setzen. Diese radikalen Ignoranten abwählen muss das Motto sein. Es ist schon faschistoid, wie CDU und CSU Homosexuellen gegen jedes bessere Wissen auch heute noch diskriminieren. Bleibt noch die altrechte Erika Steinbach zu erwähnen die besonders laut gegen die Gleichstellung eintritt. Vor 70 Jahren wäre sie in der NSDAP gut aufgehoben gewesen.

Merkel, Seehofer, Geis und Konsorten geht es nicht um das Wohlergehen von Kindern. Was haben Kinder mit dem Beamtenrecht, dem Miet- und Wohnrecht zu tun? Um welches Kindeswohl geht es wenn kinderlose Ehen steuerlich besser gestellt sind als “Homoehen”? Welches Kind wird geschützt wenn “Homoehen” in über 100 Gesetzen gegenüber der “normalen” Ehe staatlich diskriminiert werden? Kinder sind die einzige Ausrede religiöser Eiferer um für sich eine Diskriminierung Homosexueller Lebensweisen zu rechtfertigen, auch wenn sie ein Urteil nach dem anderen beim BVerfG verlieren.

Die schwarz-gelbe Regierung wurde nun schon einige Male von den Richtern des BVerfG aufgefordert die Ungleichbehandlung zu eliminieren. Dennoch beharren die CDU/CSU Politiker auf ein ungeschriebenes Recht auf Diskriminierung. Was tut die FDP, die auf ihrem letzten Parteitag noch so groß getrommelt hat, gegen die CDU stimmen zu wollen? Sie lasse ihren eigenen Beschluss von einer Äußerung von Brüderle kassieren. Der ganze Haufen macht sich zum Gespött seiner selbst. Wenn ein Parteitagsbeschluss eine Halbwertzeit von nicht mal einem Tag hat ist das mehr als traurig.

Bleiben noch die Homos von der LSU. Mehr als Drohgebärden fäll ihnen nicht ein. Wann endlich kapieren sie es das Schwule und Lesben in der CDU/CSU keine Zukunft haben und treten aus? Das ist die einzig richtige Konsequenz aus dem Rumgeeier der Parteispitze, denen egal ist was die breite Masse der Bevölkerung und ihrer eigenen Mitglieder denkt. 70% der Bevölkerung ist inzwischen für eine Gleichstellung, wenig weniger für eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Wobei letzteres noch wesentlich einfacher zu vollziehen wäre, da nur ein Paragraph im BGB geändert werden müsste und nicht wie bei einer Gleichstellung hunderte von Gesetzen.

Die Bagage um Merkel wird es im Lebtag nicht mehr auf die Reihe bringen ihre verquere Einstellung zu ändern. Darum ist es an der Zeit im Herbst diesem Haufen Ignoranten zu Zeigen das es auch eine Regierung ohne CDU geben kann. Dabei ist zu bedenken, wer FDP wählt unterstützt auch weiterhin schwarz-gelb und ist für weitere 4 Jahre Stillstand. Nicht nur in Sachen Homoehe, auch die Kontrolle der Banken, die weiter machen als hätte es eine Bankenkriese nie gegeben, wird mit dieser Konstellation nie erreicht werden.

Welche Erfolge verbucht diese Koalition für sich?

  • Die Energiewende, die Jahre vorher von rot-grün vollzogen wurde, von schwarz-gelb kassiert und nach Fukushima sehr schnell und miserabel wieder auf den Weg gebracht wurde!
  • Sinkende Arbeitslosigkeit die durch die Agenda 2010 auf dem Rücken der schwachen von Schröder durchgeboxt wurde und deren soziale Folgen von schwarz-gelb bis heute ignoriert werden!
  • Die Gleichstellung der “Homoehe” in gleich 5 Rechten, die so vom BVerfG gefordert wurde, hat mit Gleichstellung nicht viel gemein, besonders wenn man die Umsetzung des letzten Urteils auf eine Unbestimmte Zeit nach der Wahl verschieben will! Wenn man eine Gleichstellung im Steuerrecht auf einen ebenso späten Zeitpunkt verschieben will, bis das BVerfG dazu ein Urteil fällt was mit größter Wahrscheinlichkeit wieder gegen die Meinung der jetzigen Regierung ist!

Was bleibt nach 4 Jahren Geschacher einer Koalition die vom 2. Tag an nicht wirklich Harmoniert hat und sich nur von einer Klausur zu nächsten gehangelt hat?

  • Verärgerte Griechen denen die Merkel-Regierung vielzulange eine vorher noch sinnvolle Hilfe verweigert hat. Erst durch die lange Blockade von Merkel und Schäuble haben zu den Folgen heute geführt. Das Land wird kaputt gespart, satt sinnvolle Investitionen zu Schaffung von Arbeitsplätzen in Gang zu bringen übersehen die Betonköpfe. Das Merkel hat hat doch viel vom Honecker gelernt.
  • Auch in Spanien und Portugal ist Deutschland ebenso unbeliebt geworden, weil Merkel den einzigen Segen aus der Krise im Sparen sieht. Die Mitverantwortung der Banken wird geflissentlich übersehen
  • Nun Zypern. Wer wenn nicht die Banken, die jetzt mit zig Milliarden gerettet werden sollen sind da zur Verantwortung zu ziehen.

Wann endlich zahlen die die Zeche, die an der Bankenkrise verdient haben, Spekulanten, Hedgefonds, Großinvestoren. Stattdessen blutet mal wieder der ehrlich, kleine Steuerzahler, der keine Schlupflöcher hat, die dieser Regierung auch angehen wollte.

Viele andere Länder sind was die Gleichstellung der Ehe angeht wesentlich weiter, selbst die sonst so prüden USA sind unserem Land inzwischen weit voraus. Warum? Weil eine schrille Minderderheit der CDU/CSU laut schreiend den vernünftigen Rest der Parteien nieder macht.

Fazit: Nicht nur in der Gleichstellung um die Rechte homosexueller Menschen hat dieser Regierung jämmerlich versagt. Jetzt erst wieder hat sie durch ihr nein zum NPD-Verbot-Antrag hat sie jämmerlich versagt. Ein Herr Rössler hat es auf den Punkt gebracht: “Dummheit lässt sich nicht verbieten!” Wie recht er doch hat, er müsste sich selbst verbieten und mit sich seine Partei.

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Habeamus Papam!

Ein neuer Papst ist heute bereits im fünften Wahlgang gewählt worden. Der Jesuit Jorge Mario Bergoglio jetzt Papst Franziskus I.

Wer ist Jorge Mario Bergoglio?

Eine sehr umstrittene Persönlichkeit. Während die Militärdiktatur (1976-1983) in Argentinien an der Macht war, soll er einige “subversive” Seminaristen an die Junta verraten zu haben, die darauf meist spurlos verschwanden. Gemeint sind eher links orientierte Seminaristen. Zwei dieser Seminaristen, die überlebten, wagten es später Jorge Mario Bergoglio deswegen zu bezichtigen, kurz darauf wurden sie aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen. Das alle spricht nicht sehr für diesen neuen Papst und schon gar nicht, dass er mit bereit ist seiner Vergangenheit offen zu leben. Außerdem soll er sich während der Diktatur öfter mit Emilio Massra, eine Junta Mitglied, getroffen haben.

Die letzte Zeit machte er besonders dadurch auf sich aufmerksam, indem er fortwährend gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle wetterte.

Dennoch versprechen sich, von diesem Papst, einige Reformen in der Kirche. Ich bezweifele dass sich die katholische Kirche unter diesem Papst wirklich modernisiert und weiter entwickelt. Eher sehe ich einen Rückschritt. Sicher ist das die Kirche unter Jorge Mario Bergoglio auch in Zukunft die Rechte Homosexueller einschränken will.

Mir ist er bisher alles andere als sympathisch und ich werde diesen Papst sehr kritisch beobachten.

Quo vadis papam?

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HIV-Emanzipation und Recht

Sehr vielen ist die rechtliche Situation HIV-Positiver nicht bewusst. Damit wissen sie auch nichts über die Problematik die sich daraus ergibt. Von HIV- Positiven wird verlang, dass sie ihren Status vor einem Sexualpartner offen legen oder zumindest auf die Verwendung von Kondomen bestehen muss. Die Virenlastmethode ist bei deutschen Anwälten, Staatsanwälten und Richtern noch immer kein Thema. Selbst Ärzte sind nicht wirklich informiert wie ein kürzliches Urteil aus München beweist. Klar München ist in Bayern und da war man schon immer etwas rückständig in der Sichtweise.

In besagtem Fall wurde eine Frau wegen versuchter schwerer Körperverletzung in 70 Fällen zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Münchner Adendzeitung machte aus der HIV-Positiven Frau gleich eine AIDS-Kranke. Der Schreiberling hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht den unter Schied zwischen HIV und Aids heraus zu finden. Die Süddeutsche war da schon etwas weiter. Die Angeklagte wusste seit 2009 von ihrer Infektion und war in einer klinischen Studie, was vermuten lässt das sie auch in Therapie war und damit sehr wahrscheinlich nicht ansteckend. Darüber wissen beide Blätter aber nicht zu berichten. Angezeigt wurde sie von einem Arzt der 2011 eine Schwangerschaft feststellte, wohl weil eine Schwangerschaft außerhalb der heutigen Safer-Sex-Regeln nicht machbar ist.. Genaue und objektive Berichterstattung ist anders, wobei man der SZ zugutehalten muss nicht auch noch diskriminierend zu sein.

Wie es schein haben sich weder Anwälte noch Richter und der Frauenarzt die Arbeit gemacht sich über die Nichtinfektiosität zu informieren, weil auch der Anwalt der Frau nur auf eine Bewährungsstrafe plädierte muss besonders er sich den Vorwurf gefallen lassen seine Informationspflicht sträflich vernachlässigt zu haben. Hätte er sich informiert so hätte er auf Freispruch plädieren müssen. Hier wurde eine Frau durch den deutschen Rechtstaat diskriminiert. Niemand wurde von ihr angesteckt und wahrscheinlich war auch niemand wirklich gefährdet.

Wie sieht die rechtliche Situation in Deutschland aus. Jeder Richter, Staatsanwalt, Anwalt und Gutachter sollte die Pflicht haben sich objektiv den Tatsachen entsprechend zu informieren. Ein gut arbeitender Ermittler hätte gut daran getan bei der Aids-Hilfe nachzufragen wie groß die Gefahr einer HIV-Übertragung in dem Fall war und sollte die Frau in Therapie gewesen sein hätte das Verfahren sofort eingestellt werden müssen. Je nach Ort gibt es keine einheitliche Verfahrensweise. In Bayern schein man besonders hart durchgreifen zu wollen, in fortschrittlicheren Regionen ist man durchaus bereit die Nichtinfektiosität anzuerkennen. Es wird nicht berücksichtigt dass freier Sex immer auf Gegenseitigkeit beruht und jeder eine Eigenverantwortung trägt.

HIV-Positive werden offen vom deutschen Rechtswesen diskriminiert nur weil die Eigenverantwortung nicht berücksichtigt wird. Niemand kann wissen ob ein Partner wirklich HIV-Negativ ist. Selbst ein negativer Befund sagt nichts über tatsächlichen Status aus. Dafür ist das Diagnostischefenster zu groß.

Was um diskriminierungsfreien Umgang mit der Justiz benötigt wird ist die allgemeine Anerkennung der Virenlastmethode nach EKAF als auch stärkere Berücksichtigung der Eigenverantwortung vermeintlich negativer Partner. Es geht nicht das die Verantwortung allein dem HIV-Positiven zugeschrieben wird und dabei neue Erkenntnisse wie die Virenlastmethode nicht als Safer Sex anerkannt wird. Wir brauchen eine Neudefinition der Safer Sex Regeln. Es geht nicht an, dass Ermittler und Richter z.B. in München diese Erkenntnisse nicht berücksichtigten oder gar wider besseres Wissen übersehen, sehr wohl aber z.B. in Köln. Mit einem neuen Partner über seine eigene Infektion zu reden geht nur dann wirklich, wenn sich die Stigmatisierung von HIV/Aids erledigt hat. Was wir, als HIV-Positiver, verlangen müssen ist die Rechtssicherheit in Bayern nicht anders Beurteilt zu werden als z.B. in Köln oder Berlin. Gerade in Gesundheitsfragen müssen Gerichte, Ermittlungsbehörden und Verteidiger nach neusten Stand der medizinischen Forschung arbeiten.

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Mehr Rechte für die „Homo-Ehe“

Das am 19. Februar das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erneut ein Urteil für mehr Rechte für die sogenannte Homo-Ehe gefällt hat dürfte inzwischen hinlänglich bekannt sein.

Das sic einige Unionspolitiker damit nicht abfinden wollen ist vorprogrammiert. Sie gehen teilweise soweit und wollen den BVerfG die Kompetenz absprechen über die Verfassung Mäßigkeit der staatlichen Diskriminierung recht zu sprechen. Wie weit deren Demokratieverständnis geht muss wohl gesondert betrachtet werden. Ich würde beantragen diese Personen vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

Das gewisse Politiker der christlichen Parteien des Lesens nicht mächtig sind ist dagegen eine ganz andere Seite. Sie berufen sich immer wieder auf §6 GG um ihre Diskriminierung zu begründen. Und behaupten steif und fest die Macher des GG hätten die Ehe zwischen Mann und Frau besonders schützen wollen. Nur wenn man den Artikel mal richtig ließt wird man folgende Worte finden:


(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

  • Wo bitte ist davon die Rede das eine EHE aus Mann und Frau bestehen muss.
  • Wo steht das eine Familie aus Vater, Mutter, Kind zusammengesetzt ist.

Es ist von Ehe die Rede und dass sie zu schützen ist. Daran will ich auch nicht rütteln. Geht es doch darum gemeinsam für einander verantwortlich zu sein.
Es ist von Familie und Kindern die Rede die Besonders geschützt werden sollen
Von einem besonderen Schütz für Mütter ist zu lesen
Und auch davon das uneheliche Kinder die gleichen Rechte genießen wie eheliche Kinder.

Nur nirgends ist steht das Homosexuelle ausgeschlossen sind. Frau Reiche und Co täten gut daran das Lesen zu erlernen bevor sie weiter solche unhaltbaren Märchen verbreiten. Eine Regierung die dermaßen darauf beharrt rechtmäßig zu handeln wenn sie schwulen und lesbischen Partnerschaften ihnen zustehende Rechte zu verweigern muss es sich gefallen lassen das man sie nach ihr Rechtsverständnis infrage stellt. Solche Parteien sind was Rechtsfragen angeht do eher recht mäßig.

Dass die nächste Klatsche vom BVerfG vor der Tür steht sehen diese Leute gelassen entgegen und werden dann wieder Mord und Zeter schreien wenn Deutschlands oberste Richter zur nächsten Ohrfeige ausholen. Auch haben die Vertreter_innen von CDU/CSU nicht verstanden dass dem Artikel 6 der Artikel 3 vorsteht, der da lautet:


(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der
Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Damit sollte klar definiert sein, dass die Gleichheit Vorrang hat. Auch das haben weder Herr Kauder noch Frau Reiche ebenso wenig verstanden wie Frau Merkel. Auch die Bild versucht nun Stimmung gegen homosexuelle Partnerschaften zu machen. Tut sie das aus eigenen Stücken, dann ist an der Verfassungstreue dieses Blattes doch sehr zu zweifeln oder wurde sie von der Regierungskoalition dafür bezahlt, dann fehlt aber der Hinweis auf einen Anzeigentext. Auch die Schmierfinke von Deutschlands meist gelesenem Hetzblatt täten gut daran die Gesetzestexte richtig lesen zu lernen, ich gebe dabei gerne Nachhilfe.

Ich verlange nicht nur die gleichen Rechte wie sie Hetero-Ehe hat. Dazu gehören eben nicht nur das Steuern und Adoption. Die sog. Homoehe wird noch in fast 200 anderen Punkten staatlich Diskriminiert. Ich verlange wie in vielen anderen Westeuropäischen Ländern auch eine Öffnung der Ehe auch für homosexuelle Paare. Holland, Dänemark und Spanien haben das schon vor Jahren vorgemacht, Frankreich hat bereits nachgezogen und Großbritannien ist dabei. Deutschland katapultiert sich dank CDU/CSU lieber in die politische Steinzeit. Und die Labilen, die FDP, passen sich immer wieder den Wünschen des Koalitionspartners CDU/CSU an. Vorne weg ihr ehemaliger schwuler Vorsitzender Westerwelle, bleibt lieber Abstimmungen fern als gegen sie zu stimmen oder sich notgedrungen zu enthalten. Nur unter dem Merkel-Regime sehe ich hier keinen wirklichen Fortschritt. Sollte das Merkel auch im Herbst die Wahl gewinnen werden auch die nächsten Jahre für die Rechte Homosexueller verloren sein, wenn sie nicht peu à peu die Rechte vor dem BVerfG eingeklagt werden. Dann sollte sich das CDU/CSU Regime auf eine Klagewelle auch für die letzten zweihundert Punkte in denen homosexuelle Paare noch diskriminiert werden gefasst machen.

Wenn das Merkel von ihrem geistigem Vorfahren Kohl etwas gelernt hat ist es das Aussitzen und Ignorieren von Rechten anders denkender. Bei der nächsten Bundestagswahl schwarz/gelb zu wählen beutet Diskriminierung und die Missachtung des Grundgesetzes auch weiterhin zu unterstützen.

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