Erste Nebenwirkungen

Inder letzten Woche hatte ich ein paar mal ziemlich heftige Blähungen. Die können eine Nebenwirkung der Medikamente sein. Es kann aber auch sein das Blähungen durch zu viel Rohkost oder „Körnerfutter“ (Müsli, Vollkornbrot mit Körnern), aber auch Alkohol und Laktose (z.B in Milch und –Produkten) verursacht werden.
Nun ich weiß, dass ich Milch nicht wirklich gut vertrage ist mir bekannt. Einmal die Woche eine Latte Macciato ist schon mehr als ausreichend. Aber mit Käse hatte ich bisher keine Probleme. Blähungen hatte ich aber auch als ich morgens immer ein Müsli gegessen habe. In den letzten Wochen kaufe ich aber verstärkt Körnerbrot wegen der Ballaststoffe, weniger für mich aber für meinen Mann. Solle ich wohl sein lassen, es gibt auch Vollkornbrot ohne Körner, das ist für die Verdauung bekömmlicher.
Rohkost ist aber schon wieder etwas wichtiger, als Salat oder Obst macht das eigentlich keine Probleme, zumindest hatte ich damit bisher keine. Alkohol hab ich gerade in den letzten Tagen etwas mehr getrunken, es gab halt auch was zu feiern und wird jetzt auch wieder reduziert.
Gegen Blähungen gibt es aber auch alte Hausmittel. Ein Kümmeltee oder ein Tee mit Kümmel, Fenchel und Anis. Das ist nicht jedermanns Sache aber ich mag den Geschmack.
Damit bin ich mitten in dem Thema „komplementäre Therapien“. Damit ist eine Therapieform jenseits der Schulmedizin gemeint. Sie ist aber eher zur Unterstützung gedacht. In der HIV-Medizin kann die Naturmedizin die Chemie nicht ersetzen, wohl aber in vielen Fällen Nebenwirkungen abschwächen und vielleicht auch die Medikamente unterstützen. Aber Vorsicht, viele der Naturmittel können die Wirksamkeit der Medikamente auch stören. Durch Johanniskraut (wird gegen Depressionen eingesetzt) z.B. werden bestimmte Medikamente (über die Leber) schneller abgebaut und können daher nicht richtig wirken. Aber auch Grapefruit kann den Wirkstoffpegel einiger Medikamente erhöhen (höhere Nebenwirkungen) anderer dagegen verringern.
Auf jeden Fall ist es als HIV-Patient ratsam mit seinem HIV Arzt über alles zu reden, was man sonst noch einnimmt. Dabei ist es egal ob das Pflanzliche Medizin oder Chemisch ist.
Es ist daher wichtig über solche Zusammenhänge informiert zu sein, damit man als Patient den Erfolg seiner Therapie nicht gefährdet. Dazu hat die Deutsche Aids-Hilfe ein Buch veröffentlicht, komplementäre Therapien. Dieses Buch befasst sich nicht nur mit Kräutern sondern auch mit Vitaminen, Mineralien und alternativen Behandlungsformen (Massagen, Yoga, Akkupunktur u.v.a.m.). Das Buch enthält aber auch wertvolle Tipps wie man Nebenwirkungen oder auch andere gesundheitliche Störungen (Bluthochdruck, Herpes etc.) mit natürlichen Mitteln behandeln kann.
Das Buch kann über die Deutsche Aids-Hilfe bestellt werden. Die DAH bitte dabei um eine Spende.

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Über Diego62

Ich bin HIV-positiv, male Bilder und arbeite im Einzelhandel. Mein Wohnort ist ein Dorf in Südhessen.
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