Welt-Aids-Tag und Stuttgart 21

Vorbab zum WAT

Heute ist Welt-Aids-Tag und eigentlich sollte ich zu diesem Thema etwas schreiben. Nun ich werde wie geplant nach Frankfurt fahren. Nach dem ich mir mit meinem Mann den Weihnachtsmarkt mit seinem auch in diesem Jahr wieder gakeligem Weihnachtsbaum – für Sägewerk war er zu dürftig – angesehen habe werden wir in dir Paulskirche zur Gedenkfeier des diesjährigen WAT gehen. Anschließend geht ein Trauerfackelzug durch die Frankfurter Innenstadt zum Aids-Memorial. Darüber werde ich dann später berichten.

Stuttgart 21

Jetzt aber schreibe ich etwas zu Stuttgart 21 schreiben. Ein Thema was derzeit doch auch das Interesse der Bürger trifft.
Der Jesuitenschüler Heiner Geißler, ein Parteifreund von Herrn Mappus, hat gestern bekanntermaßen seinen Schiedsspruch zu dem Projekt gesprochen. Dabei hat Heiner der Geißler seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht, war er nicht schon als Bundesminister eine Geißel für die Menschheit? Nach seiner Ministerlaufbahn gab es durchaus Augenblicke, da schien er durchaus menschlich zu wirken, zuweilen sogar niedlich. Jetzt hatte er mal wieder Gelegenheit sein wahres Gesicht zu Zeigen. So sind sie halt die Jesuitenschüler, sie scheinen eine Zeit lang als Schaf um dann als Wolf um so härter zu zuschlagen. Als Jesuitenschüler hat er es ja gelernt, schön zu reden und zu tun, aber nicht so zu handeln.
Geißler als Schlichter ein zusetzen ist gleich den Teufel mit dem Beelzebub aus zu treiben. Nicht Stuttgart 21 fordert er, nein er will noch ein Plus. Irgendwie hat der senile Herr übersehen worum es den Gegnern wirklich geht. Es geht um den Schutz von Quellen, es geht um den Schutz für einen Historischen Bahnhof, Es geht darum einen Park zu erhalten usw. usf. Das alles hat dieser Jesuitenschüler übersehen. Was den Ministerpräsidenten Mappus und seine Freunde von der Deutschen Bahn natürlich sehr erfreut. Aber wie solle man das auch anders erwartet haben? Ein alter Hardliner der CDU wird dem andern doch nicht schaden. Ich bezweifele, dass dieses ganze Schiedsverfahren wirklich Ergebnis offen war.
Die wirkliche Alternative, den alten Bahnhof zu Renovieren hat er schlichtweg abgelehnt, mit der mehr als fadenscheinigen Begründung für den von dem Jesuitenschüler Geißler und Co. favorisierten Vergraben von 4,5 + x Milliarden Euro läge ja eine Baugenehmigung vor für eine Renovierung dagegen nicht. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man darüber lachen. Eine Baugenehmigung für eine Renovierung sollte doch wohl zu bekommen sein. Aber Steuergelder konnte er ja schon als Minister sinnlos verplempern, satt sie da ein zu setzten wo sie wirklich gebraucht wurden. So ist er dafür einen Bahnhof im wahrsten Sinne des Wortes zu beerdigen. Friede seiner Asche.
Dieser unterirdische Bahnhof muss natürlich sein, wegen der Wirtschaft. Weil Frankfurt, München und viele andere Großstädte ja zugrunde gehen, weil sie an ihren Kopfbahnhöfen hängen. Lächerlich.
Wozu dieser Aufwand, um ein paar Minuten schneller in Ulm zu sein! Hielte die Bahn mal ihre Fahrpläne ein bzw. würde die Bahn ihre Fahrpläne besser aufeinander abstimmen, ließen sich diese Minuten auch locker so raus holen. Ich verzichte darauf mit der Bahn zu Arbeit zu fahren, weil ich für die Heimfahrt doppelt solange benötige wie morgens, wenn ich zur Arbeit fahre aus dem einen Grund, dass der Anschlusszug schon immer 2 Minuten vor der Ankunft meines anderen Zuges abfährt. Ich stehe dann fast eine Stunde dumm auf irgendwelchen zugigen Bahnsteigen. Mit dem Auto fahre ich die 45 KM in einer halben Stunde nach Hause mit der Bahn brauche ich abends fast 2 Stunden. Das bedeutet, das wenn ich abends um 20:00 Feierabend habe, bin ich mit der Bahn nicht vor 22:00 zu Hause mit dem Auto den Weg zum Parkplatz eingerechnet um 20:45 Uhr.
Das es auch anders ginge sehe ich Morgens, da klappt das mit den Anschlüssen und ich benötige keine Stunde um auf der Arbeit zu sein. Dazu kommen aber die immer völlig überfüllten Züge, die ein entspanntes Fahren selten zulassen. Meist steht man eingepresst zwischen anderen Passagieren in verdreckten Gängen. Alles andere als ein Vergnügen. Das es auch anders geht habe ich kürzlich in Madrid erlebt. In Ortschaften im Umkreis von 50 KM fahren die Züge alle 20 Minuten. Für Fernzüge gibt es nur so viele Fahrkarten wie auch Sitzplätze. Abends bis Mitternacht haben wir auf die Metro nie länger als 10 Minuten gewartet und sind so schnell von einem Ende der Stadt zum anderen Ende gekommen. Und das wesentlich preiswerter als das hierzulande üblich ist.

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Über Diego62

Ich bin HIV-positiv, male Bilder und arbeite im Einzelhandel. Mein Wohnort ist ein Dorf in Südhessen.
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