Kritische Betrachtungen: Frau von der Leyen

Frau von der Leyen, die Tochter vom Exministerpräsidenten Niedersachsens Ernst Albrecht, gab ein Interview im Darmstädter Echo. Ihr Vater war schon für arrogantes Gehabe und politischen Müll in Niedersachen berüchtigt. Sie selber ist um keinen Deut besser. Nach dem sie als Familien Ministerin gescheitert ist, die Steigende Geburtenrate war ja letztendlich nur ein Rechenfehler übt sie sich nun im Bundesarbeitsministerium. Mir geht es heute um die im Bundesrat abgelehnte Harz IV Reform.

Hätte die Gnädige ihre Hausaufgaben gründlich gemacht, bräuchten jetzt nicht Harz IV Empfänger auf eine lächerliche Erhöhung der Regelbezüge von 5 Euro warten. Was bekommt man heutzutage für 5 Euro? Eine Schachtel Zigaretten? Nee geht nicht, Albrechts Tochter will ihnen ja über die Berechnungsgrundlage das Rauchen verbieten. Will ein Harz IV ler auch in Zukunft rauchen miss er sich die Glimmstängel entweder Schnorren oder klauen. Ein Sixpack Bier, geht auch nicht weil Alkohol ist ebenso nicht in Harz IV enthalten. Und so kann sich Frau von der Leyen auch alle Zeit der Welt lassen um im Vermittlungsausschuss zu einem Ergebnis zu gelangen.

Hat sie nicht bereits darauf gewartet, dass ihre Reform abgelehnt wird? Mit Verlaub hätte sie gründlich Gearbeitet dann wäre es jetzt nicht notwendig Die Unterlagen für ihre Berechnung mühsam zu erstellen. Dann lägen sie bereits vor. So plaudert sie nun mit dem Echo:

Auch zwischen den Jahren haben wir mit der Opposition intensiv an einer Lösung gearbeitet. Ende dieser Woche kommt die gemeinsame Arbeitsgruppe erneut zusammen. Zwischenzeitlich wurden viele Detailfragen geklärt.

Die Ärmste musste zwischen den Jahren mit der Opposition an einer Lösung arbeiten. Sie tut mir fast leid. Das Detailfragen geklärt wurden ist dann schon mal spitze. Wo die Details der Opposition lagen, sollte sie spätestens bei der Abstimmung im Bundestag gewusst haben. Aber Albrechts Tochter hat davon nicht mitbekommen und war dann bei der Ablehnung im Bundesrat völlig überrascht. Sie hätte vorher wohl besser mal eine Kaffee getrunken um etwas wacher zu sein. Wobei Kaffee für einen Harz IV Empfänger wohl auch ein Luxusgut sein dürfte.

Wir haben eine verfassungsfeste, transparente und plausieble Berechnung des Existenzminimum vorgelegt. Man kann immer mehr wollen. Wer das fordert, muss aber genau sahen wofür. Wir werden mit der Opposition noch einmal alle Berechnungen genau durchgehen.

Albrechts Tochter sollte mal 1 Jahr mit ihrer Kinderreichen Familie von Harz IV leben. Dann würde sie vielleicht merken, welchen Unsinn sie schwätzt. Ihr Vater war schon nicht in der Lage vernünftig zu rechnen und sie hat das Rechnen auch nicht wirklich gelernt. Ob ihre Berechnungen verfassungsfest sind wird irgendwann das Bundesverfassungsgericht entscheiden, nicht aber Frau v.d.L. Da ist sie genauso anmaßend wie ihr werter Herr Vater.

Ich bin immer offen für wirklich Verbesserungen. Wenn auch die Kinder von Wohngeldempfängern in das Bildungspaket einbezogen werden sollen, wie es die SPD möchte, müsste man die Kosten und die gesetzliche Grundlage dafür klären.

Is nich wahr. Sie ist für Verbesserungen offen. Aber wo? Eine Verbesserung für Harz IV ist ihre Reform nun wirklich nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Und die Einbeziehung der Kinder von Wohngeldempfängern in das Bildungspaket ist wohl das mindeste. Warum wohl bekommen die Familien Wohngeld? Weil sie ganzeinfach auch am Existenzminimum leben. Warum sollen diese Kinder schlechte behandelt werden als die Kinder von Harz IV Empfängern? Aber irgendwer muss ja immer der Dumme sein. Nach einigem Geplänkel über den Aufwand in den Jobcentern kommt das Gespräch auf das Thema Mindestlohn. Auf die Frage: „Wäre ein flächendeckender Mindestlohn nicht das Beste, um Lohndumping generell zu unterbinden?“ Antwortet Albrechts Tochter mit:

Nein!!! Das Argument, die sogenannten Aufstocker, also die Beschäftigten, die ergänzend Harz IV erhalten, gäbe es durch einen Mindestlohn nicht, ist definitiv falsch.

Klar, wenn jemand zu seinem Lohn Harz IV erhalten muss um das Existenzminimum zu erreichen verdient sicherlich genug mit seiner Arbeit. Jeder bekommt halt was er verdient. So einfach ist die Welt im Hause Albrecht. So war es schon immer. Sie erklärt das damit das ja 3 / 4 der der Aufstocker in Teilzeit arbeiten. Sind diese 3 / 4 nicht überwiegend alleinerziehende, um die sich Frau v.d.L. nun in ihrer vorherigen Amtszeit bemüht hat.

Das restliche Viertel hat im Prinzip auskömmliche Löhne. Wenn es nicht reicht, liegt es zumeist daran, dass eine Familie zu ernähren ist, nicht an der Höhe der Stundenlöhne.

Sauber erkannt. Sind die Leute doch selber Schuld wenn sie eine Familie gründen. Wenn das Geld nicht reicht darf man halt auch keine Kinder in die Welt setzten. Ist es das, was der Bürger daraus lernen soll? Einst Familienministerin, bemüht für mehr Kinder, und jetzt Arbeitsministerin, bemüht sie sich darum den Menschen zu erklären sie haben doch selber Schuld wenn sie nicht über die Runden kommen weil sie Kinder haben. Das ist die wirkliche Dekadenz an der das Römische Reich zugrunde gegangen ist.

Nur 35.000 Personen bei Vollzeit einen so geringen Lohn, das sie alleine davon nicht leben können.

Das sind genau 35.000 Personen zu viel. Wenn diese auch noch Kinderhaben… selber schuld.
Auf den Einwand, dass in vier Monaten polnische und tschechische Arbeiter das Lohnniveau in Deutschland weiter drücken könnten, wenn es keinen Mindestlohn gibt antwortet Albrechts Tochter:

Die allermeisten Branchen sind durch ihr Tarifgefüge geschützt. Sorgen macht mir die Zeitarbeit, bei der ein Import ausländischer Billigtarifverträge nach Deutschland droht. Stundensätze von 3-4 Euro würden die Lohnspirale tatsächlich nach unten drücken.

Wenn man dann die neuen Statistiken ließt, immer mehr Beschäftigte sind in der Zeitarbeit wird wohl dank der CDU/FDP Politik die Armut im Lande immer größer. Damit steigt die Zahl der Aufstocker und dann ist es schon gut, wenn ein Harz VI Empfänger keine Laster wie Alkohol und Tabak mehr hat, sonst kommt das Ganze zu teuer. Aber Albrechts Tochter hat wie sie sagt Angst davor und für Zeitarbeit hätte sie doch gerne einen Mindestlohn. Hier also doch. Da hat sie wieder falsch gerechnet. Wird doch die Putzfrau für ihr Büro und ihren Haushalt dann nicht noch etwas billiger?
Am Ende des Gespräches droht sie auch noch:

Gemeinsam mit Gesundheitsminister Rösler und Familienministerin Kristina Schröder wollen wir uns in den kommenden Wochen mit den Arbeitgebern der Pflegebranche zusammensetzen um über eine Qualifizierungsinitiative zu sprechen.

Autsch… die null Rössler und das noch fast Kind Kristina Schröder mit Albrechts Tochter.
Sic transit gloria mundi (1.
Fragt sich nur wohin.

1) Da geht der Ruhm der Welt

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Über Diego62

Ich bin HIV-positiv, male Bilder und arbeite im Einzelhandel. Mein Wohnort ist ein Dorf in Südhessen.
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