In freudiger Erwartung auf die PoBe

Morgen beginnen in Wolfsburg die Positiven Begegnungen. Ich habe mich Montag schon auf die Reise begeben um meine Geschwister ein paart Tage zu besuchen und um einen Tag für die dOKUMENTA 13 zu haben. Da meine Geschwister etwas auf halben  Weg wohnen ist das geradezu eine Einladung.

Die dOKUMENTA besuche ich schon seit meiner Schulzeit wenn sie denn ist. Bisher habe ich erst nur die dOKUMENTA 12  ausfallen lassen, aber auch nur aus dem Grund, das mir die 11 schon nicht wirklich gefallen hat und die 12 aus dem was so berichtet wurde noch schlimmer war. Aber die d13 ist mal wieder interessant. So ein Tag ist leider recht kurz und die Ausstellung zieht sich nicht nur über die bekannten Hallen, sondern auch durch die Kassler Innenstadt, dem alten Hauptbahnhof und die Karlsaue. Um einigermaßen durch zu kommen reicht ein Tag nicht aus.

Ein sehr interessantes Objekt sah ich im Ottoneum (zwischen Fridiricianum und Oper). Barren aus Mistgepresst, Mistbarren, Mist statt Gold. Ein Werk was mal wieder viel Spielraum zum Interpretieren lässt. Will der Künstler damit die Missstände des Bankenwesens anprangern?

Heute mach ich es mir mit meiner Schwester in ihrem Parkähnlichem Garten gemütlich, lasse die Seele baumeln und heute Abend werde ich mit meinen Geschwistern essen gehen. Morgen fahre ich dann weiter nach Wolfsburg.

Ich glaube, ich habe mich inzwischen für einen Workshop entschieden. Dabei geht es um HIV und Recht. In wie fern sind die aktuelle Rechtsprechung und die medizinischen Gegebenheiten noch vereinbar. 1988 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass ein HIV+ einen Sexualpartner entweder durch den Gebrauch eines Kondoms schützen, oder von seiner Infektion informieren muss. Heute gilt als nichtinfektiös, wer durch Therapie erfolgreich seine Virenlast unter der Nachweisgrenze hält. Dieser Aspekt ist in der Rechtsprechung auch heute noch nicht anerkannt. Auch wenn es vom Prinzip her als SaferSex einzustufen ist.Das diese Kriminalisierung HIV-Positiver mit Prävention nicht vereinbar ist und was man dagegen tun kann. Wird durch die Kriminalisierung nicht die Verantwortung, die jeder für seine eigene Gesundheit hat, nicht einseitig auf die Schultern des Positiven übertragen? Was ist mit Personen die unwissend HIV+ sind, ist das Risiko bei ihnen nicht wesentlich größer?

Zur gleichen Zeit finden auch Workshops zu Themen wie der Zukunft der Selbsthilfe statt, oder Medienarbeit, Internet und Co. Auch diese Themen finde ich sehr interessant. Nur leider kann ich mich nicht teilen.

Das Programm für Samstag werde ich mir noch erlesen und mich dann entscheiden.

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Über Diego62

Ich bin HIV-positiv, male Bilder und arbeite im Einzelhandel. Mein Wohnort ist ein Dorf in Südhessen.
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