Waldschlößchen Apell

Im der Akademie Waldschlößchen, einem schwulen Bildungszentrum, wurde am vergangenen Wochenende ein Appell ins Leben gerufen.

http://www.der-appell.de/

Es geht in dem Appell darum Medienmacher für schwule Themen zu sensibilisieren. Hassreden wie „Schwule sind widerlich“ oder „wenn Homosexuelle Kinder adopiren woll sie sich nur daran vergreifen“ etc. zu Unterbinden.

Es gibt schon jetzt einige Stimme auch aus den Reihen Homosexueller, das dürfe man doch nicht tun, damit würde die freie Meinungsäußerung eingeschränkt und gerade wir müssten doch Tolerant sein. Es hat nichts mit Toleranz zu tun, solche Reden hin zu nehmen. Wenn in einer Sendung im Fernsehen jemand sagen würde „alle Moslems sind Terroristen“ wär das Geschrei und nicht nur von Moslems enorm. Wenn aber jemand behauptet „Schwule wollten nur deswegen Kinder adoptieren um Sex mit ihnen zu haben“ oder „Homosexualität im Schulunterricht anzusprechen diene nur dazu die Kinder Homosexuell zu machen“ soll das ohne Widerworte ungestraft sagen dürfen? Solche Äußerungen haben nur den einen Zweck, sie sollen diffamieren. Sie sollen zeigen was für ein verkommenes Subjekt der Homosexuelle doch ist.

Schwule als schrille Minderheit hin zustellen (Herr Dobrint von der CDU).
Kinder sind für Homosexuelle ein Objekt der Begierde (Gabriele Kuby).
Homosexualität ist ein Irrtum (Martin Lohmann, K-TV)
Homosexuelle sind abartig, schwachsinnig und verirrt (Norbert Geis)
Homosexualität ist nicht im Sinne des Staates (Erika Steinbach, Menschenrechtssprecherin der CDU/CSU)

Solche Aussagen sind diffamierend und Menschenverachtend. Darf man solche Äußerungen dadurch unterbinden das man diesen Personen keine Plattform für ihre Aussah´gen mehr gibt? Jemand der dafür bekannt ist, sich regelmäßig antisemitisch, fremdenfeindlich oder auch frauenfeindlich zu äußern wird seit Jahren von den Medien geächtet warum dürfen Homofeinde noch immer ihre Hasstriaden öffentlich zur Schau stellen? Erschreckend ist das selbst aus schwulen Kreisen immer wieder die Aussage kommt wir sollen doch tolerant sein. Wem nutz diese Toleranz außer jenen die ihre Homofeindlichkeit immer wieder zu Besten geben können? Sie schadet.

Ich darf ungeächtet null Toleranz bei Fremdenfeindlichkeit und Nazis haben, keine Toleranz für Frauenfeindlichkeit zeigen. Nur Homofeindlichkeit gegenüber soll ich tolerant sein. Warum? Es gibt keinen Grund. Sicher kann ich Toleranz und Akzeptanz für mich fordern, das bedeutet aber nicht dass ich Homohassern eine Plattform geben muss auf der sie sich frei austoben dürfen.

Ich rede hier nicht über sachliche Argumente, oder das jemand das mit seinem Glauben nicht vereinbaren kann. Auch wenn gerade der Christliche Glaube „Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein“ von Seiten des Gründers Toleranz fordert, deren Dogmatiker aber nicht danach leben, ja zu den übelsten Hetzern gehören. Ich zwinge auch niemanden schwul zu sein, wie es von einigen gern behauptet wird. Niemand wird schwul weil Homosexuelle jährlich ihren CSD haben. Niemand wird Homosexuell weil es Thema in der Schule ist. Auch wenn Frau Kuby immer wieder anderes behauptet. Es vereinfacht Homosexuellen nur so zu leben wie sie sind.

Warum soll ich es akzeptieren wenn die Lehmanns, Dobrints, Geis, Kubys und Konsorten mich immer wieder als Pervers und Abartig hinstellen. Wenn sie quasi zu Schwulenfeindlichkeit aufrufen und es damit hinnehmen, gar provozieren, wenn es immer wieder gewalttätige Übergriffe auf Homosexuelle gibt. Journalisten und Moderatoren die Homofeindliche Äußerungen unreflektiert im Raumstehen lassen tragen, gewalttätigen an Übergriffen gegen Homosexuelle eine Mitschuld. Ein Beispiel dafür sind die gewalttätigen Demonstrationen gegen die Homo-Ehe in Frankreich, die in der letzten Woche ihr erstes Todesopfer fanden. Rechte Parteien und die katholische Kirche haben zur Gewalt aufgerufen. Allen voran Kardinal Philippe Barbarin. Und plötzlich will keiner der Hetzer gegen Homosexuelle dafür verantwortlich sein.

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Über Diego62

Ich bin HIV-positiv, male Bilder und arbeite im Einzelhandel. Mein Wohnort ist ein Dorf in Südhessen.
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