Ich war zum CSD in Köln

Ich wohne zwar nicht in Köln oder näherer Umgebung sondern in Südhessen. Trotz allem hat es mich dies Jahr zur CDS-Parade in Köln gezogen. So bin ich früh am Sonntag Morgen mit der Bahn zunächst nach Mainz gefahren um dort den ICE in Köln zu bekommen. Wie das mit der Bahn so ist, hatte der Zug prompt Verspätung, von der Bahn erwarte ich auch nicht viel anderes. Den Anschluss habe ich dann aber trotz allem noch gerade so erreicht. In Köln angekommen habe ich mich auf den Weg gemacht, einmal Richtung Deuzerbrücken, dann rüber, wo die Parade zum CSD ihren Anfang hatte bis zu dem Treffpunkt zu den Leuten von PositivHandeln. Hier bekam ich ein T-Shirt, eine Tasche mit Sachen zum Verteilen. Darunter Samentütchen, Pillendöschen mit Pfefferminz, Buttons und jede Menge Infomaterial.

Mit 110 Personen war unsere Gruppe größer als erhofft. Ich denke es ist wichtig zu zeigen das HIV-Positive da sind, dass sie leben und für ihre Interessen auf die Straße gehen. Und da ist der CSD genau die richtige Gelegenheit.

In den Infobroschüren würde besonders auf die Stigmatisierung im Gesundheitswesen, in der Sexualität und bei der Arbeit hingewiesen. Nein wir sind keine Virenschleudern, das haben viele auch nach 30 Jahren nicht verstanden. Wir können niemanden anstecken, wenn wir zum Arzt oder zur Arbeit gehen. Auch beim Sex sind Positive keine Gefahr. Zum einen gibt es Kondome um sich zu schützen und zum anderen ist eine erfolgreiche Therapie ein sehr wirksamer Schutz vor einer Übertragung.

Die gelaufene Strecken waren 4 KM für die wir 4 ½ Stunden gebraucht haben. Die Achillessehnen, mit denen ich immer wieder mal Probleme habe haben anschließend gebrannt wie Feuer. Als ich abends im Zug nach Hause saß war ich total fertig. Aber es hat sich gelohnt. Und ich will im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Es war eine super Stimmung, das muss man den Kölnern lassen, feiern können sie

Ach so Heimfahrt. Die Bahn hat es auch diesmal geschafft mich zu ärgern. Mit 10 Minuten Verspätung ist der Zug von Köln losgefahren, er hat es dann geschafft auf der Strecke nach Mainz seine Verspätung auf 20 Minuten aus zu bauen. Dadurch habe ich natürlich den Anschlusszug verpasst und konnte dann 1 Stunde auf dem Bahnhof rumsitzen. Das ist der Service der Bahn.

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Über Diego62

Ich bin HIV-positiv, male Bilder und arbeite im Einzelhandel. Mein Wohnort ist ein Dorf in Südhessen.
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